Jam Session im Biergarten — Rückblick auf den August
Am 18. August haben Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zusammen im Biergarten gespielt. Warum wir solche Abende für den wichtigsten Teil des Unterrichts halten.

Ein Nachmittag, an dem alles zusammenkommt
Am 18. August stand unsere Anlage in einem Biergarten. Keine Bühne im eigentlichen Sinn, kein Ticket, kein Programmheft — ein Dach, ein paar Lampen, Bass, Schlagzeug, Keys, Saxofon und Gitarren. Gespielt haben Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften, vor Gästen, die eigentlich nur essen wollten.
Genau das ist der Punkt.
Warum wir das machen
Im Unterricht kann man vieles üben, aber zwei Dinge nicht: auf andere hören und weiterspielen, wenn etwas schiefgeht. Beides passiert nur, wenn wirklich jemand danebensitzt und wirklich jemand zuhört.
Bei einer Jam Session verschiebt sich außerdem der Maßstab. Zu Hause fragt man sich: Habe ich die Stelle richtig gespielt? Auf einem Platz mit fünfzig Leuten fragt man sich: Läuft es? Und das ist die bessere Frage — sie führt zu besserem Timing, zu weniger Angst vor Fehlern und zu Musikern, die auch dann nicht stehenbleiben, wenn zwei Takte danebengehen.
Was uns aufgefallen ist
Die Nervosität ist bei fast allen nach dem ersten Stück verschwunden. Die Stücke, die am besten funktioniert haben, waren nicht die schwersten, sondern die, die am längsten geprobt waren. Und die stärkste Wirkung hatte, wie so oft, das Zusammenspiel selbst: Wer ein Jahr allein übt, hört seinen eigenen Fortschritt kaum. Wer einmal im Biergarten mit einer Band spielt, hört ihn sofort.
Wie es weitergeht
Solche Abende sind fester Teil unseres Jahres — mehrmals pro Saison, für alle Altersgruppen, ohne Vorspiel-Druck. Wer mitspielen möchte, spricht einfach die eigene Lehrkraft an. Man muss dafür nicht „so weit“ sein. Man muss nur ein Stück haben, das man mag.