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Musikschule in München finden: 8 Fragen, die du vor der Probestunde stellen solltest

Wer unterrichtet, gibt es einen Plan, spielt mein Kind mit anderen, was kostet es wirklich? Acht Fragen, mit denen Eltern in München die richtige Musikschule erkennen – und drei rote Flaggen.

Von Pavel Semenchuk · 2026-10-02 · 6 Min.

Musikschule in München finden: 8 Fragen, die du vor der Probestunde stellen solltest

München hat Dutzende Musikschulen: städtische, private, Franchise-Ketten, Einzellehrer. Die Websites sehen alle ähnlich aus – „qualifizierte Lehrkräfte", „individuelle Förderung", „kostenlose Probestunde". Der Unterschied zeigt sich erst in der Probestunde. Und nur, wenn du die richtigen Fragen stellst.

Wir unterrichten selbst – und wir wissen, welche Fragen uns Eltern stellen sollten (und welche sie selten stellen). Hier sind acht davon. Sie gelten für jede Schule, auch für unsere.

1. Wer unterrichtet mein Kind – und steht die Lehrkraft selbst auf der Bühne?

Die wichtigste Frage, und die, die am seltensten gestellt wird. Frag nach dem Namen der konkreten Lehrkraft, nicht nach „unserem Team". Spielt sie selbst noch Konzerte? Welche Musik? Wie lange unterrichtet sie Kinder?

Ein Musiker, der jede Woche auf der Bühne steht, bringt zwei Dinge mit, die man nicht aus Lehrbüchern lernt: Er weiß, wie Üben sich anfühlt, wenn es zählt – und er merkt sofort, wenn etwas nicht groovt. Bei Fretster unterrichten aktive Musiker; der Gründer ist Jazzbassist und Bandleader. Das ist kein Qualitätsbeweis an sich – aber frag überall nach, wer da genau vor deinem Kind sitzt.

Klavierstunde bei Fretster: Schüler am Klavier im Unterrichtsraum

2. Was kann mein Kind in drei Monaten? In einem Jahr?

Eine gute Schule kann das beantworten – konkret, nicht mit „jedes Kind ist anders". Zum Beispiel: nach drei Monaten vier Akkorde und ein erster Song mit Begleitung, nach einem Jahr ein kleines Repertoire und die erste Bandprobe.

Wenn die Antwort vage bleibt, gibt es keinen Plan. Dann hängt alles davon ab, was der Lehrkraft gerade einfällt. Wir arbeiten mit einem Lernplan pro Instrument: jede Fähigkeit ist ein Knoten, sichtbar abgehakt. Das muss nicht jede Schule so machen – aber irgendeine Form von Ziel sollte es geben.

3. Spielt mein Kind mit anderen – oder nur allein mit dem Lehrer?

Einzelunterricht ist der Standard, und für Technik ist er unersetzlich. Aber Musik ist ein Mannschaftssport. In Überblicksarbeiten zur Musikpädagogik (Hallam, 2010) gehören zu den am besten belegten Wirkungen des Musizierens die sozialen: Zugehörigkeit, Zusammenarbeit, Motivation durch die Gruppe. „Ich übe nur allein im Zimmer" ist einer der Sätze, die wir am häufigsten von Kindern hören, die woanders aufgehört haben.

Frag also: Gibt es Ensembles, Bands, gemeinsame Auftritte? Ab wann? Wie oft? Bei uns ist die Band das Ziel von Anfang an – so funktioniert das Band-Programm. Aber auch ein Schulorchester oder ein Gitarrenensemble zählt. Hauptsache, dein Kind spielt nicht nur für die Wand.

4. Wie lang ist die Stunde, und wie oft?

Für Sechsjährige sind 30 Minuten richtig – länger hält die Konzentration nicht, und alles darüber bezahlst du für nichts. Für Zehnjährige 30 bis 45, für Jugendliche und Erwachsene 45 bis 60. Einmal pro Woche ist der Standard; wichtiger als eine zweite Stunde ist, was zwischen den Stunden passiert.

Dazu eine Rückfrage, die viel verrät: „Was soll mein Kind zu Hause üben, und wie lange?" Die ehrliche Antwort lautet nicht „jeden Tag eine Stunde". Sie lautet: kurz, oft, mit einem konkreten Ziel. Warum richtig üben wichtiger ist als lange üben, haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben.

5. Was kostet es wirklich?

Der Monatspreis ist nur die halbe Wahrheit. Frag nach:

  • Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist. Zwölf Monate Mindestlaufzeit sind bei Musikschulen üblich, aber nicht alternativlos.
  • Ferien. Wird in den bayerischen Schulferien unterrichtet? Wenn nicht: Wird der Monat trotzdem voll berechnet?
  • Ausfall. Was passiert, wenn dein Kind krank ist? Wenn die Lehrkraft ausfällt?
  • Instrument. Muss ich sofort eines kaufen? Gibt es Leihinstrumente?
  • Extras. Kosten Auftritte, Aufnahmen, Noten extra?

Eine Schule, die ihre Preise nicht auf der Website zeigt, hat meistens einen Grund dafür. Unsere stehen hier, inklusive Band-Programm und 10er-Karte.

6. Was passiert in der Probestunde – und kostet sie etwas?

Eine Probestunde ist kein Verkaufsgespräch, sondern eine echte Stunde: Instrument in die Hand, erster Ton, erstes Feedback. Danach solltest du drei Dinge wissen: Hat mein Kind Spaß gehabt? Hat die Lehrkraft es gesehen – wirklich gesehen, nicht abgespult? Und was wäre der nächste Schritt?

Für Kinder ist die Probestunde bei uns kostenlos. Egal wo du sie machst: Geh mit rein. Eine Schule, die Eltern vor der Tür lässt, hat etwas zu verbergen – oder einfach keine Kultur dafür.

Geigenunterricht: Schülerin mit Violine

7. Wo und wann – und schaffe ich das wirklich jede Woche?

Die beste Schule nützt nichts, wenn der Weg jede Woche zum Kampf wird. Rechne ehrlich: Fahrzeit, Parken oder MVV, Nachmittagsslot, Geschwister. Zwanzig Minuten mehr Fahrt pro Richtung sind 70 Stunden im Jahr.

Frag auch, wie flexibel die Zeiten sind, wenn sich der Stundenplan in der Schule ändert – das passiert jedes Halbjahr. Wir haben zwei Standorte, Obersendling und Allach, genau deshalb.

8. Was macht die Schule, wenn mein Kind nicht mehr üben will?

Diese Frage überrascht die meisten Schulen. Dabei ist sie entscheidend, denn der Moment kommt – bei fast jedem Kind, meistens zwischen dem sechsten und zwölften Monat. Die Antwort zeigt, ob die Schule ein Konzept hat oder nur Stunden verkauft.

Gute Antworten klingen so: Repertoire wechseln, ein konkretes Ziel setzen (ein Auftritt, eine Aufnahme), in eine Band holen, das Üben kürzer und klarer machen. Schlechte Antworten klingen so: „Das ist normal, da muss man durch." Wie du dein Kind zum Üben motivierst, ohne Druck – auch dazu gibt es bei uns einen Artikel.

Schlagzeugunterricht: Schülerin am Drumset

Drei rote Flaggen

  • Kein Probeunterricht, nur „Beratungsgespräch". Du sollst etwas kaufen, bevor du es gesehen hast.
  • Die Lehrkraft wechselt ständig. Frag, wie lange die aktuelle Lehrkraft schon da ist. Bindung ist bei Kindern der halbe Lernerfolg.
  • Nur Einzelunterricht, keine Auftritte, keine Gruppe. Nach einem Jahr hat dein Kind dann ein paar Stücke gelernt – und niemanden, dem es sie vorspielt.

Und eine Frage an dich selbst

Willst du, dass dein Kind ein Instrument lernt – oder dass es Musik macht? Das ist nicht dasselbe. Für das Erste reicht fast jede ordentliche Schule. Für das Zweite braucht es Mitspieler, eine Bühne und jemanden, der dein Kind dorthin bringt.

Falls du es ausprobieren willst: Probestunde anfragen – für Kinder kostenlos, in Obersendling oder Allach. Und stell uns ruhig alle acht Fragen.


Quelle: Hallam, S. (2010). The power of music: Its impact on the intellectual, social and personal development of children and young people. International Journal of Music Education, 28(3), 269–289.

Musikunterricht in München

Fretster Music Academy: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier, Geige, Saxophon und Gesang für Kinder und Erwachsene — Obersendling und Allach. Probestunde buchen und einfach mal reinschnuppern.

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