Buddy Rich
▼
Voller Name: Bernard Rich
Lebensdaten: 30. September 1917 – 2. April 1987, US-amerikanisch
Ära & Genres: Swing, Big Band, Mainstream Jazz (1930er–1980er Jahre)
Wie er spielte: Höchstmaß mechanischer Einzelschlaggeschwindigkeit (Single Stroke Roll). Beherrschung des Traditional Grip mit explosiver Finger-Control-Nutzung der linken Hand. Schnelle Tom-Crossover-Fills und extrem präzise Big-Band-Setups auf Snare und Becken.
- Phrase 1 (High-Speed Single Stroke Roll Crossover): Sticking: R L R L R L R L in durchgehenden 32stel-Noten bei Tempo > 220 BPM. Die rechte Hand wandert alternierend über High-Tom und Floor-Tom, während die linke Hand überkreuzt die Snare attackiert. Referenzaufnahme: Mercy, Mercy – „Channel One Suite" (1968), Timecode: 8:50–9:35.
- Phrase 2 (Big-Band Brass Setup & Punch): Rhythmus: Triolisches Setup auf der Snare (R L R) auf Zählzeit 4+, gefolgt von gleichzeitigem Crash-Becken- und Bass-Drum-Schlag auf Zählzeit 1 als Tutti-Kick. Referenzaufnahme: Big Swing Face – „Nutville" (1967), Timecode: 0:15–0:35.
Warum für Schüler relevant:
Motorik (Handgelenks- und Fingerflexibilität, Rebound-Ausnutzung); Rhythmus (Time-Stabilität im schnellen Tempo); Gehör (Dynamische Staffelung von Pianissimo zu Fortissimo).
Schwierigkeitsgrad: Profi.
Max Roach
▼
Voller Name: Maxwell Lemuel Roach
Lebensdaten: 10. Januar 1924 – 16. August 2007, US-amerikanisch
Ära & Genres: Bebop, Hard Bop, Avantgarde (1940er–2000er Jahre)
Wie er spielte: Begründer des melodischen Schlagzeugspiels. Er stimmte seine Toms tonal auf Intervalle ab und emulierte melodische Phrasen der Bläser. Pionier von rhythmischen Fuß-Ostinati in ungeraden Taktarten (3/4 und 5/4).
- Phrase 1 (Das 3/4-Fuß-Ostinato aus „The Drum Also Waltzes"): Taktart: 3/4. Tempo: ~120 BPM. Fuß-Ostinato: Bass Drum spielt exakt auf Zählzeit 1; Hi-Hat schließt mit dem Fuß scharf auf Zählzeit 2; Zählzeit 3 bleibt Pause. Hände solieren melodisch über Toms und Snare. Referenzaufnahme: Drums Unlimited – „The Drum Also Waltzes" (1966), Timecode: 0:00–0:40.
- Phrase 2 (Bebop Ride-Cymbal Legato): Tempo: ~240 BPM. Ride-Pattern: 1 (Viertel), 2 (gepunktete Achtel), 2a (16stel-Triole), 3 (Viertel), 4 (gepunktete Achtel), 4a (16stel-Triole), synchronisiert mit weicher Hi-Hat auf 2 und 4. Referenzaufnahme: Clifford Brown & Max Roach – „Daahoud" (1954), Timecode: 0:00–0:30.
Warum für Schüler relevant:
Motorik (Unabhängigkeit der vier Gliedmaßen über einem Fuß-Ostinato); Theorie (Melodisches Begreifen des Drumkits, Formbewusstsein); Rhythmus (Phrasierung im 3/4-Jazz-Walzer).
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis Profi.
Art Blakey
▼
Voller Name: Arthur Blakey (Abdullah Ibn Buhaina)
Lebensdaten: 11. Oktober 1919 – 16. Oktober 1990, US-amerikanisch
Ära & Genres: Bebop, Hard Bop (1940er–1990er Jahre)
Wie er spielte: Urgewalt des Hard Bop. Charakterisiert durch eine dominante, kraftvoll schließende Hi-Hat auf den Zählzeiten 2 und 4, den „Blakey Press Roll" (ein drückender, crescendierender Wirbel auf der Snare zur Ankündigung neuer Formteile) und afrikanisch inspirierte Polyrhythmen auf den Kesseln.
- Phrase 1 (Der Blakey Snare Press-Roll): Auf Zählzeit 4 (oder 4+) setzt ein extrem dichter, mit Armdruck ausgeführter Presswirbel ein, der über den Taktstrich zur 1 des Folgetaktes crescendiert und auf der 1 in einem Crash-Schlag explodiert. Referenzaufnahme: Moanin' (1958), Timecode: 0:18–0:32.
- Phrase 2 (Afro-Cuban 6/8 to Swing Transition): Rhythmus wechselt von triolischem Tom-Pattern (Hand-to-Hand R L R L über Tom 1 und Floor Tom) zu treibendem Hard-Bop-Swing mit harter 2-und-4-Hi-Hat. Referenzaufnahme: A Night in Tunisia (1960), Timecode: 0:00–0:45.
Warum für Schüler relevant:
Rhythmus (Dynamische Führung einer Band, Time-Stabilität); Motorik (Press-Roll-Technik und Fußkraft an der Hi-Hat); Gehör (Antizipation von Formteilwechseln).
Schwierigkeitsgrad: Mittel.
Elvin Jones
▼
Voller Name: Elvin Ray Jones
Lebensdaten: 9. September 1927 – 18. Mai 2004, US-amerikanisch
Ära & Genres: Post-Bop, Modal Jazz (1950er–2000er Jahre)
Wie er spielte: Revolutionierte das Jazz-Schlagzeug durch die Auflösung des starren 4/4-Metrums in einen permanent fließenden triolischen Polyrhythmus („Triplet Engine"). Phrasierung in weiten Zyklen über die Taktgrenzen hinweg, Verschleierung der Zählzeit 1 und Nutzung von 3-über-4-Kreuzrhythmen.
- Phrase 1 (Der Elvin-Triplet-Fluss): Durchgehende Triolenbewegung, verteilt auf Hände und Füße: R (Ride) - L (Snare Accent) - K (Kick) - R - L - K. Dadurch entsteht ein wogender Teppich ohne vordergründigen Puls. Referenzaufnahme: John Coltrane – A Love Supreme, Pt. 1: Acknowledgement (1965), Timecode: 0:33–1:20.
- Phrase 2 (3:4 Cross-Rhythm Sweep): Snare und Toms betonen jeden vierten Triolenschlag innerhalb einer Achteltriolen-Kette, wodurch eine metrische Verschiebung gegen das Grundtempo erzeugt wird. Referenzaufnahme: John Coltrane – Coltrane Plays the Blues – „Blues to Elvin" (1962), Timecode: 0:10–0:45.
Warum für Schüler relevant:
Rhythmus (Mikrotiming von Swing-Triolen, Polyrhythmik); Motorik (Fließende Koordination zwischen Ride, Snare und Bass Drum); Gehör (Wahrnehmen von Großform-Schlagmustern).
Schwierigkeitsgrad: Profi.
Tony Williams
▼
Voller Name: Anthony Tillmon Williams
Lebensdaten: 12. Dezember 1945 – 23. Februar 1997, US-amerikanisch
Ära & Genres: Post-Bop, Jazz Fusion (1960er–1990er Jahre)
Wie er spielte: Radikaler Neuerer der Timekeeping-Konzepte. Er spielte das Ride-Becken mit einem schnellen, messerscharfen, oft geraden Achtelgefühl auf Flat Rides, nutzte laute Hi-Hat-Crashes auf allen vier Zählzeiten und forcierte metrische Modulationen, die das Ensemble rhythmisch herausforderten.
- Phrase 1 (Hi-Hat auf allen vier Vierteln im Up-Tempo): Bei rasendem Tempo (> 280 BPM) tritt der linke Fuß die Hi-Hat nicht auf 2 und 4, sondern auf 1, 2, 3 und 4 voll durchgetreten, während die rechte Hand auf dem Ride-Becken polyrhythmische Verschiebungen spielt. Referenzaufnahme: Miles Davis – Four & More – „So What" (1964), Timecode: 0:15–0:45.
- Phrase 2 (Broken Ride-Cymbal Texture): Aufbrechen des Standard-Swing-Musters durch unregelmäßige Akzente auf dem Ride-Becken, kombiniert mit trockenen Rimshots auf der Snare. Referenzaufnahme: Miles Davis – Seven Steps to Heaven (1963), Timecode: 0:10–0:35.
Warum für Schüler relevant:
Motorik (Ausdauer und Kraft im linken Fuß, Unabhängigkeit bei Höchstgeschwindigkeiten); Rhythmus (Metrische Modulationen, Spielen über Formgrenzen); Theorie (Polyrhythmische Verschiebungen).
Schwierigkeitsgrad: Profi.
Steve Gadd
▼
Voller Name: Stephen Kendall Gadd
Lebensdaten: geb. 9. April 1945, US-amerikanisch
Ära & Genres: Fusion, Pop, R&B, Studio (1970er–heute)
Wie er spielte: Meister des linearen Drummings (kein gleichzeitiger Anschlag zweier Gliedmaßen). Militärisch geschulter Rudiment-Spezialist (Drum Corps), der Paradiddles, Drags und Flams auf Snare, Toms und Hi-Hat übertrug. Warmer Snare-Sound und präziser Pocket.
- Phrase 1 (Der lineare „50 Ways to Leave Your Lover"-Groove): Taktart: 4/4. Tempo: ~102 BPM. Rhythmus: Lineare 16stel-Abfolge. Auf Zählzeit 1 treten Bass Drum und Hi-Hat-Pedal gleichzeitig an, gefolgt von einer linearen Kette: linke Hand auf Hi-Hat, rechte Hand Snare-Ghost-Note, getretene Hi-Hat, Snare-Akzent, Bass Drum. Auf Zählzeit 4 spielt Gadd einen 32stel-Doppelschlag (RRLL) auf der Snare. Referenzaufnahme: Paul Simon – „50 Ways to Leave Your Lover" (1975), Timecode: 0:00–0:25.
- Phrase 2 (Aja Sextuplet Rudimental Fills): Triolische Sextolen-Muster (Swiss Army Triplets und Flams), verteilt über Snare und Bass Drum im Wechselspiel mit Becken-Chokes. Referenzaufnahme: Steely Dan – Aja (1977), Timecode: 4:55–5:30.
Warum für Schüler relevant:
Motorik (Rudiment-Integration auf dem Set, lineare Koordination); Rhythmus (Dynamische Trennung von lauten Backbeats und leisesten Ghost Notes); Theorie (Lineare Zeitaufteilung).
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis Profi.
Bernard Purdie
▼
Voller Name: Bernard Lee Purdie
Lebensdaten: geb. 11. Juni 1939, US-amerikanisch
Ära & Genres: Soul, Funk, R&B, Pop (1960er–heute)
Wie er spielte: Schöpfer des „Purdie Shuffle". Ein Half-Time Shuffle mit elastischem Swing-Feel, bei dem die Lücken zwischen den synkopierten Hi-Hat-Schlägen mit feinen Ghost Notes auf der Snare gefüllt werden. Legendär für offene „Hi-Hat Barks" und seinen Groove („The Hitmaker").
- Phrase 1 (Der originale „Purdie Shuffle"): Taktart: 4/4 Half-Time Shuffle. Tempo: ~88 BPM. Sticking: Triolen-Unterteilung (1-la-le, 2-la-le, 3-la-le, 4-la-le). Rechte Hand spielt Shuffle auf Hi-Hat (Zählzeit 1 und 1-le). Linke Hand spielt extrem leise Ghost-Notes auf der mittleren Triole (1-la). Snare-Rimshot liegt isoliert auf Zählzeit 3. Auf 2-le und 4-le öffnet und schließt Purdie die Hi-Hat kurz („Bark"). Referenzaufnahme: Steely Dan – Aja – „Home At Last" (1977), Timecode: 0:00–0:30.
- Phrase 2 (Babylon Sisters Ghost-Note Variation): Weiterführung des Half-Time Shuffles mit vorgeschalteten 5-Stroke-Rolls auf der Snare als Vorbereitung zu den Phrasenübergängen. Referenzaufnahme: Steely Dan – Gaucho – „Babylon Sisters" (1980), Timecode: 0:00–0:35.
Warum für Schüler relevant:
Motorik (Dynamische Kontrolle: Ghost Notes leise im Rebound, Backbeat voll akzentuiert); Rhythmus (Half-Time-Triplet-Feel); Gehör (Mikrodynamik zwischen Hi-Hat und Snare).
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis Profi.
Jeff Porcaro
▼
Voller Name: Jeffrey Thomas Porcaro
Lebensdaten: 1. April 1954 – 5. August 1992, US-amerikanisch
Ära & Genres: Pop, Rock, AOR, Studio/Session (1970er–1990er Jahre)
Wie er spielte: Maßstab für studiotaugliches Groove-Placement und Songdienlichkeit. Legendär für seine Adaption von Purdies Shuffle unter Beimischung von John Bonhams Power und lateinamerikanischen Son-Clave-Patterns auf der Bass Drum.
- Phrase 1 (Der „Rosanna Shuffle"): Taktart: 4/4 Half-Time Shuffle. Tempo: ~85 BPM (im Songverlauf zwischen 82 und 87 BPM). Sticking: R-L-R auf der Hi-Hat / Snare-Ghost. Bassdrum-Muster: Basiert auf der Bo-Diddley-Son-Clave: Schläge auf 1, 2-le, 3-la, 4. Snare-Backbeat liegt auf Zählzeit 3. Referenzaufnahme: Toto – Toto IV – „Rosanna" (1982), Timecode: 0:00–0:35.
- Phrase 2 (Triplet Fill mit RRL-Sticking): Shuffle-Fill-In über einen Takt: Sticking R R L R R L R R L auf Snare und Toms zur Betonung der Shuffle-Offbeats ohne Handüberkreuzung. Referenzaufnahme: Toto – „Rosanna" (1982), Timecode: 0:38–0:43.
Warum für Schüler relevant:
Rhythmus (Integration von Triolen-Shuffle in den Händen mit Bo-Diddley-Clave im Fuß); Motorik (RRL-Sticking für Shuffle-Fills); Theorie (Verschmelzung historischer Groove-Konzepte).
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis Profi.
John Bonham
▼
Voller Name: John Henry Bonham („Bonzo")
Lebensdaten: 31. Mai 1948 – 25. September 1980, Britisch
Ära & Genres: Hard Rock, Blues Rock (1960er–1980er Jahre)
Wie er spielte: Massiver, akustisch offener Drumsound ohne dämpfende Kissen in der 26-Zoll-Bassdrum. Schnelligkeit des rechten Fußes auf einer Standard-Einzelfußmaschine (Ludwig Speed King). Phrasieren hinter dem Beat („Laying back") und Hand-Foot-Triplets.
- Phrase 1 (Single-Foot 16stel-Bassdrum-Triolen): Tempo: ~90 BPM. Schnelle Triolen auf der Einzelfuß-Bassdrum innerhalb eines 4/4-Rock-Beats: Snare auf 2, gefolgt von K-K (Bassdrum) auf 16stel-Ebene. Referenzaufnahme: Led Zeppelin I – „Good Times Bad Times" (1969), Timecode: 0:25–0:38.
- Phrase 2 (Bonham Hand-Foot Triplet Fill): Triolen-Verteilung: Snare (Rechts) - Tom 1 (Links) - Bass Drum (Fuß), wiederholt als R-L-K R-L-K R-L-K über das Kit. Referenzaufnahme: Led Zeppelin II – „Moby Dick" (1969), Timecode: 1:10–1:35.
Warum für Schüler relevant:
Motorik (Fußtechnik und Single-Pedal-Speed ohne Doppelfußmaschine); Rhythmus (Zurückgelehntes Phrasieren, Laid-Back-Groove); Gehör (Akustische Resonanz und Raumausnutzung).
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis Profi.
Neil Peart
▼
Voller Name: Neil Ellwood Peart
Lebensdaten: 12. September 1952 – 7. Januar 2020, Kanadisch
Ära & Genres: Progressive Rock, Hard Rock (1970er–2010er Jahre)
Wie er spielte: Der „Professor" des Progressive Rock. Exakt auskomponierte Schlagzeug-Parts in asymmetrischen Taktarten (7/8, 5/4). Mathematische Präzision, großes 360-Grad-Setup inklusive RotoToms, Röhrenglocken und MIDI-Controller.
- Phrase 1 (Das „Tom Sawyer"-Quad-Fill): Tempo: ~88 BPM. 16stel-Fill über vier Taktschläge: Snare -> High-Tom -> Mid-Tom -> Low-Tom -> Floor-Tom in gestaffelten Viererrgruppen (R L R L) mit Endbetonung auf Crash + Bassdrum. Referenzaufnahme: Moving Pictures – „Tom Sawyer" (1981), Timecode: 2:34–2:45.
- Phrase 2 (Der 5/4-Groove aus „YYZ"): Taktart: 5/4 (als 10/8-Groove getaktet). Glocke des Ride-Beckens und Hi-Hat spielen den Rhythmus: kurz-lang-kurz-kurz (Y-Y-Z im Morsealphabet), synchronisiert mit akzentuierten Bassdrum- und Snare-Schlägen. Referenzaufnahme: Moving Pictures – „YYZ" (1981), Timecode: 0:00–0:32.
Warum für Schüler relevant:
Theorie (Odd-Time-Signatures, mathematische Formorganisation); Motorik (Präzise Choreografie auf großen Sets, Ausdauer); Rhythmus (Ungerade Taktmetren flüssig spielen).
Schwierigkeitsgrad: Profi.
Vinnie Colaiuta
▼
Voller Name: Vincent Colaiuta
Lebensdaten: geb. 5. Februar 1956, US-amerikanisch
Ära & Genres: Fusion, Zappa-Rock, Pop/Rock, Jazz (1970er–heute)
Wie er spielte: Exponent für Polyrhythmik und metrische Phrasierung über Taktgrenzen hinweg („Overriding"). Fähigkeit, komplexe ungerade Metren (19/16, 21/16, 5/4) in tanzbare Pop-Grooves einzubinden.
- Phrase 1 (Der „Seven Days" 5/4-Groove): Taktart: 5/4. Tempo: ~92–94 BPM. Rhythmus: Die Hi-Hat spielt ein 4/4-artiges Akzentmuster über die fünf Viertel des Taktes (Akzente auf 1, 3, 5 im ersten Takt; 2, 4 im zweiten Takt). Die Snare schlägt ihren Rimclick konsequent auf Zählzeit 4. Referenzaufnahme: Sting – Ten Summoner's Tales – „Seven Days" (1993), Timecode: 0:13–0:40.
- Phrase 2 (Vinnie's 4-über-3 Bell Lick): Ride-Becken-Kuppe spielt eine 4-über-3-Polyrhythmik, während die Füße ein gerades Funk-Pattern weiterführen. Referenzaufnahme: Sting – „Seven Days" (1993), Timecode: 3:15–3:35.
Warum für Schüler relevant:
Rhythmus (Metrische Modulation, Unabhängigkeit in 5/4 und 7/8); Gehör (Auflösung rhythmischer Überlagerungen); Motorik (Filigranes Beckenspiel und Ghost-Note-Dynamik).
Schwierigkeitsgrad: Profi.
Questlove
▼
Voller Name: Ahmir Khalib Thompson
Lebensdaten: geb. 20. Januar 1971, US-amerikanisch
Ära & Genres: Neo-Soul, Hip-Hop, R&B (1990er–heute)
Wie er spielte: Schöpfer des akustischen Neo-Soul-Drummings. Beeinflusst vom unquantisierten MPC-Sampling-Stil des Produzenten J Dilla. Spielt laid-back (Snare-Backbeat millisekundenweit hinter dem Beat), mit gedämpftem Sound (Handtücher auf der Snare, trockene Akustik) und Wiederholungspräzision als menschlicher Sampler.
- Phrase 1 (Der „Dilla-Feel" / Neo-Soul Pocket Groove): Taktart: 4/4. Tempo: ~78 BPM. Rhythmus: Die Hi-Hat spielt ein Microtiming zwischen geraden 16steln und 16stel-Triolen (Quintolen-artiges Feel). Die Bassdrum zieht leicht vor, während die Snare auf 2 und 4 spürbar spät fällt („Drag"). Referenzaufnahme: D'Angelo – Voodoo – „Left & Right" (2000), Timecode: 0:00–0:30.
- Phrase 2 (Minimalistischer 16stel-Hi-Hat-Drive): Durchgehende, einhändige 16stel-Hi-Hat mit winzigen Betonungen auf den Viertelschlägen, trockener Snare-Rimshot auf 2 und 4 ohne Fills über den gesamten Track. Referenzaufnahme: The Roots – „The Seed (2.0)" (2002), Timecode: 0:10–0:45.
Warum für Schüler relevant:
Rhythmus (Micro-Timing, Arbeiten mit dem Grid, Laid-Back-Spiel); Motorik (Einhändige 16stel-Ausdauer, dynamische Reduktion); Gehör (Wahrnehmung minimaler zeitlicher Verschiebungen).
Schwierigkeitsgrad: Mittel.