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Bassunterricht in München

Der Bassist hält die Band zusammen. Du lernst Slap, Fingerstyle und Pick-Technik und entwickelst ein tiefes Verständnis für Rhythmus und Harmonie. Unentbehrlich in jeder Bandformation.

RHYTHMUS
Timing, Groove, Präzision
MOTORIK
Technik, Fingerfertigkeit
GEHÖR
Hören, Verstehen, Imitieren
E-Bass · für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene · zwei Standorte in München

Der Bass ist das Instrument, das niemand bemerkt – bis es fehlt. Vier Saiten, ein Ton auf einmal, und trotzdem entscheidet er, ob eine Band groovt oder nur laut ist. Bei Fretster lernst du E-Bass von Grund auf: Timing, Fingertechnik, Zusammenspiel mit dem Schlagzeug und die Linien der großen Bassisten – mit unserer eigenen Noten-Bibliothek, die es so an keiner anderen Musikschule in München gibt. Für Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene, in Obersendling und Allach.

Für wen ist der Bassunterricht?

Für Anfänger, die noch nie ein Instrument in der Hand hatten – der Bass ist einer der dankbarsten Einstiege: Nach wenigen Wochen spielst du Grundtöne zu echten Songs mit, und das klingt sofort nach Musik statt nach Übung. Für Gitarristinnen und Gitarristen, die in ihrer Band den Bass übernehmen sollen und merken, dass das ein eigenes Instrument mit eigener Logik ist. Für Kinder ab 8 Jahren, deren Hände groß genug für eine Short-Scale-Mensur sind. Und für Erwachsene, die „schon immer mal“ wollten und jetzt endlich die Zeit haben.

Was du nicht brauchst: Notenkenntnisse, ein eigenes Instrument für die Probestunde, ein bestimmtes Alter. Was du brauchst: 30 bis 60 Minuten pro Woche, ein Metronom (unseres gibt es kostenlos in der Fretster App) und die Bereitschaft, langweilige Dinge sehr gut zu machen. Denn genau daraus besteht guter Bass.

So läuft eine Bassstunde bei Fretster

Jede Stunde beginnt mit Timing. Nicht mit Theorie, nicht mit Tonleitern: mit dem Metronom, mit Achteln und Sechzehnteln, mit Ghost Notes und Dämpfung. Der Bass ist ein Rhythmusinstrument, das zufällig auch Tonhöhen hat – wer das früh versteht, klingt nach einem Jahr wie ein Bassist und nicht wie ein Gitarrist mit dicken Saiten.

Danach Technik: Fingerstyle mit Wechselschlag, Plektrum für Rock und Punk, später Slap und Pop, Dead Notes, das Dämpfen der Saiten mit beiden Händen. Wir arbeiten nach der Fretster-Methode in vier Bereichen – Rhythmus, Motorik, Gehör und Theorie – und beim Bass hat der Rhythmus das größte Gewicht. Theorie kommt trotzdem, aber am Griffbrett: Warum spielt Jamerson die Terz statt des Grundtons? Was macht die Quinte im Walking Bass? Das lernst du mit den Fingern, nicht mit dem Bleistift.

Die zweite Hälfte gehört dem Song oder der Linie. Du bringst mit, was du spielen willst – Funk, Rock, Pop, Soul, Jazz, Metal – und wir zerlegen es in Bausteine, die du in der Woche zu Hause üben kannst. Zum Nachhören und Mitspielen gibt es jede Übung in unserem Noten-Player mit Tempo-Regler und Loop.

Die Noten-Bibliothek: Bass von Jamerson bis Wooten

Das gibt es so nur bei Fretster: eine offene Noten-Bibliothek mit über 270 Bass-Übungen in Noten und Tabulatur – geordnet nach zwanzig Bassisten, die das Instrument geprägt haben. James Jamerson und die Motown-Linien, Jaco Pastorius und der Fretless, Larry Graham, der den Slap erfunden hat, Rocco Prestia mit seinen Sechzehntel-Grooves, Marcus Miller, Victor Wooten, dazu die großen Kontrabassisten des Jazz von Ray Brown bis Ron Carter. Alle Phrasen sind eigene Übungen im Stil der Meister, keine Transkriptionen fremder Songs – rechtlich sauber und didaktisch aufgebaut, vom leichten Einstieg bis zur Prüfung.

Dazu kommen Konzepte und Techniken nach Prinzip geordnet – Walking Bass, Oktaven, Chromatik, Ghost Notes, Double-Thumb – und gemeinfreie Stücke, die du komplett spielen darfst. Im Unterricht sind diese Seiten dein Lehrbuch; zu Hause sind sie der Grund, warum das Üben nicht langweilig wird. Im Griff-Studio kannst du außerdem jedes Griffbrett-Muster für vier- oder fünfsaitigen Bass anzeigen lassen und eigene Tabs schreiben.

Warum der Bass die Band trägt – die Forschung

Dass „der Bass den Groove macht“, ist kein Musikerklischee, sondern messbar. Eine Studie am McMaster Institute for Music and the Mind (Hove u. a., PNAS 2014) zeigte, dass unser Gehirn Timing-Abweichungen bei tiefen Tönen deutlich präziser wahrnimmt als bei hohen – und dass Menschen ihre Bewegungen stärker an der tiefen Stimme ausrichten. Deshalb steht der Bass in fast allen Musikkulturen der Welt rhythmisch unten: Das Ohr will es so.

Für den Unterricht heißt das zweierlei. Erstens: Timing ist beim Bass nicht ein Aspekt unter vielen, sondern der Kern – ein sauber platzierter Grundton wiegt mehr als ein schnelles Solo. Zweitens: Groove ist trainierbar. Forschung zum „Groove-Erleben“ (Janata u. a. 2012) zeigt, dass das Bedürfnis, sich zur Musik zu bewegen, mit klar wahrnehmbaren Pulsen und geschickt gesetzten Synkopen zusammenhängt – genau die Dinge, die wir vom ersten Monat an üben. Und weil Bass fast immer mit anderen gespielt wird, bringt er dich schneller in eine Band als jedes andere Instrument: Bassisten werden gesucht.

Instrument, Standorte und Preise

Für Kinder ab 8 Jahren empfehlen wir einen Short-Scale-Bass (30 Zoll Mensur), für Erwachsene einen normalen Viersaiter – ob Precision- oder Jazz-Bass-Typ ist Geschmackssache, beides funktioniert. Einen Fünfsaiter braucht am Anfang niemand. Zur Probestunde musst du nichts mitbringen; wir beraten dich danach beim Kauf, damit nicht das falsche Instrument im Schrank steht.

Bassunterricht gibt es an beiden Fretster-Standorten in München: im Süden in Obersendling (Hatzelweg 25, 81476 München) und im Nordwesten in Allach-Untermenzing (Gustav-Otto-Bogen 13, 80997 München), gut erreichbar aus Moosach, Pasing, Karlsfeld und Dachau.

Einzelunterricht im Monatsvertrag: 30 Minuten 105 €, 45 Minuten 149 €, 60 Minuten 185 € pro Monat. Ohne Bindung: 10er-Karte (30 Minuten 510 €, 45 Minuten 570 €, 60 Minuten 650 €). Bandprogramme und die Jam Station kommen dazu, sobald du drei, vier Songs sicher hältst.

Die Probestunde ist für Kinder und Jugendliche kostenlos, für Erwachsene kostet sie 20 €. Danach entscheidest du – kein automatischer Vertrag.

Kostenlos üben zwischen den Stunden

Unsere eigenen Mini-Programme laufen im Browser, ohne Anmeldung und ohne Installation:

Stimmgerät — Saiten stimmen direkt im Browser, über das Mikrofon deines Handys. Verstimmt üben ist wie Vokabeln mit Tippfehlern lernen.

Griff-Studio — Leitern und Akkorde auf dem Griffbrett anzeigen, eigene Griffe zeichnen, Tabs schreiben und als PDF drucken.

Metronom — Tempo, Taktarten und eine Übungs-Session mit Plan. Fürs Handy gebaut, ohne Anmeldung.

Noten-Player — Noten und Tabs mit Loop und Tempo üben – die schwere Stelle langsam, bis sie sitzt.

Und wenn du nicht mehr allein spielen willst:

Jam Station — Offene Session: mit anderen spielen, ohne festes Programm.

Band-Workshop — Songs gemeinsam proben – so lernt man zuhören, zählen und zusammen anfangen.

Alle Mini-Programme ansehen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter können Kinder Bass lernen?
Ab etwa 8 Jahren. Entscheidend sind Handgröße und Konzentration: Ein Short-Scale-Bass mit 30-Zoll-Mensur und leichten Saiten passt den meisten Achtjährigen. Wer jünger ist und Rhythmus liebt, startet oft mit Schlagzeug oder Gitarre und wechselt später – der Bass läuft nicht weg.
Muss ich vorher Gitarre spielen können?
Nein. Bass ist kein „leichteres Gitarrespielen“, sondern ein eigenes Instrument mit eigener Technik und eigener Aufgabe in der Band. Wer Gitarre kann, hat am Griffbrett einen Vorsprung; wer bei null anfängt, hat keine Gitarristen-Gewohnheiten, die er ablegen muss. Beides ist gut.
Brauche ich Noten – oder reichen Tabs?
Du lernst beides, aber ohne Druck. Unsere Noten-Bibliothek zeigt jede Übung in Noten und Tabulatur untereinander, so liest du die Tabs für die Griffe und gewöhnst dir die Noten nebenbei an. Für Jam-Sessions und Bands reichen Tabs und ein gutes Ohr; wer in eine Bigband, ins Musical oder Richtung Studium will, braucht Noten – und bekommt sie bei uns.
Wie schnell kann ich in einer Band spielen?
Schneller als auf jedem anderen Instrument. Viele Songs brauchen vom Bass zunächst Grundtöne im richtigen Timing – das schaffen Anfänger nach wenigen Wochen. Sobald du drei, vier Songs sicher hältst, kannst du in unsere Bandprogramme oder in die Jam Station. Und ehrlich: Bassisten werden überall gesucht.
Was ist der Unterschied zwischen Fingerstyle, Plektrum und Slap?
Fingerstyle (Wechselschlag mit Zeige- und Mittelfinger) ist der Standard für Soul, Funk, Jazz und Pop. Das Plektrum gibt einen härteren Anschlag für Rock, Punk und Metal. Slap ist die Technik von Larry Graham und Marcus Miller: Der Daumen schlägt die tiefen Saiten an, die Finger reißen die hohen – perkussiv und laut. Wir beginnen mit Fingerstyle und ergänzen die anderen Techniken, sobald das Timing sitzt.
Kann ich als Erwachsener noch Bass lernen?
Ja, und der Bass ist dafür besonders geeignet: Die Technik ist am Anfang überschaubar, das Ergebnis in einer Band sofort hörbar. Erwachsene üben planvoller und haben meist einen klaren Wunsch – die eigene Band, die Session am Freitag, ein bestimmter Song. Genau daran arbeiten wir. Die Fretster-Methode passt das Tempo an dich an, nicht umgekehrt.