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Schlagzeugunterricht in München

Schlagzeug entwickelt Koordination wie kaum ein anderes Instrument. Wir arbeiten mit E-Drums und akustischem Schlagzeug. Von einfachen Beats bis zu komplexen Fills — systematisch aufgebaut.

RHYTHMUS
Timing, Groove, Präzision
MOTORIK
Technik, Fingerfertigkeit
Schlagzeug · für Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene · zwei Standorte in München

Das Schlagzeug ist das einzige Instrument, bei dem man nach zehn Minuten schwitzt und nach zwanzig grinst. Vier Gliedmaßen, vier verschiedene Aufgaben – und wenn es klappt, fängt der ganze Raum an zu nicken. Bei Fretster lernst du Schlagzeug von Grund auf: Timing, Koordination, Grooves und Fills, am akustischen Set und an E-Drums. Und du lernst es so, dass du damit in einer Band spielen kannst und nicht nur allein im Keller. Für Kinder ab 5 Jahren, Jugendliche und Erwachsene, in Obersendling und Allach.

Für wen ist der Schlagzeugunterricht?

Für Kinder ab etwa 5 Jahren, die ohnehin auf alles trommeln, was nicht wegläuft – Tischkanten, Töpfe, Geschwister. Für Jugendliche, die in einer Band spielen wollen und gemerkt haben, dass Schlagzeuger immer gesucht werden. Für Erwachsene, die nach dem Büro etwas brauchen, das Kopf und Körper gleichzeitig beschäftigt. Und für Gitarristen, Bassisten und Sängerinnen, die ihr Timing verbessern wollen: Ein halbes Jahr am Schlagzeug verändert, wie man jedes andere Instrument spielt.

Was du nicht brauchst: Notenkenntnisse, ein eigenes Schlagzeug für die Probestunde, ein „angeborenes Rhythmusgefühl“. Rhythmus ist keine Begabung, die man hat oder nicht hat, sondern eine Fähigkeit, die man trainiert – wie Fahrradfahren, nur lauter. Was du brauchst: 30 bis 60 Minuten pro Woche, ein Paar Sticks und die Geduld, einen Groove erst langsam und dann richtig zu spielen.

So läuft eine Schlagzeugstunde bei Fretster

Jede Stunde beginnt mit dem Puls. Metronom an, Viertel, Achtel, Sechzehntel – erst mit den Händen, dann mit den Füßen, dann beides zusammen. Das klingt unspektakulär und ist der Grund, warum gute Schlagzeuger gut sind: Sie spielen einfache Dinge sehr gleichmäßig.

Danach Technik und Koordination. Stickhaltung, Rebound, die wichtigsten Rudiments – Einzelschläge, Doppelschläge, Paradiddle –, aber immer in kleinen Portionen und immer sofort am Set angewendet. Die Percussive Arts Society führt 40 offizielle Rudiments; für die ersten Jahre reichen eine Handvoll, sauber gespielt. Wir arbeiten nach der Fretster-Methode in vier Bereichen – Rhythmus, Motorik, Gehör und Theorie – und am Schlagzeug tragen Rhythmus und Motorik die Hauptlast. Das Gehör kommt dazu, sobald du mit anderen spielst: Wann wird der Refrain lauter? Was macht der Bass gerade?

Die zweite Hälfte der Stunde gehört dem Song. Du bringst mit, was du spielen willst – Rock, Pop, Funk, Hip-Hop, Metal, Jazz –, und wir zerlegen den Groove in Bausteine: erst Hi-Hat und Snare, dann die Bassdrum dazu, dann das Fill vor dem Refrain. Schlagzeugnoten liest du dabei nebenbei mit; sie sind einfacher, als sie aussehen, weil es nur um „wann“ geht und nie um „welcher Ton“.

E-Drums, akustisches Set und Üben zu Hause

Im Unterricht arbeiten wir mit akustischem Schlagzeug und mit E-Drums. Das akustische Set lehrt dich Dynamik – leise spielen ist schwerer als laut. Das E-Drum-Set lehrt dich Präzision, weil der Kopfhörer nichts verzeiht. Beides gehört zur Ausbildung.

Für zu Hause gilt in München meistens: E-Drums mit Kopfhörern. Die Nachbarn hören dann nur ein Klopfen, und auch das lässt sich mit einer Matte oder einem kleinen Podest unter dem Set deutlich dämpfen. Für die ersten Wochen reicht sogar ein Übungspad mit Ständer und ein Metronom. Bitte kauf vor der Probestunde nichts – wir beraten dich danach, damit kein teures Missverständnis im Wohnzimmer steht.

Ein Punkt, bei dem wir keinen Spaß verstehen: Gehörschutz. Ein akustisches Schlagzeug erreicht am Ohr des Spielers schnell über 100 Dezibel, und Hörschäden heilen nicht. Wer am akustischen Set spielt, trägt Gehörschutz – Kinder genauso wie Erwachsene.

Zum Üben zwischen den Stunden gibt es auf unserer Website kostenlose Werkzeuge ohne Anmeldung: ein Metronom und das Drum-Studio, in dem du Grooves und Rudiments im Raster antippst, als Schlagzeugnoten mit Handsatz siehst, anhörst und als PDF druckst. Dein Lehrer kann dir die Hausaufgabe einfach als Link schicken.

Was Schlagzeug im Kopf verändert – die Forschung

Schlagzeugspielen heißt, vier Gliedmaßen unabhängig voneinander zu steuern – etwas, das im Alltag praktisch nie vorkommt. Eine Arbeitsgruppe der Ruhr-Universität Bochum (Schlaffke u. a., Brain and Behavior 2020) hat Profi-Schlagzeuger im MRT untersucht: Im vorderen Teil des Balkens, der die beiden Hirnhälften verbindet, fanden sich bei ihnen weniger, dafür dickere Nervenfasern – passend zu schnellerem Austausch zwischen links und rechts. Außerdem brauchte ihr motorischer Kortex für dieselbe Aufgabe weniger Aktivität als der von Nichtmusikern.

Und man muss dafür nicht Profi sein. In einer Studie am King’s College London (Bruchhage u. a., Scientific Reports 2020) nahmen Jugendliche ohne Vorerfahrung acht Wochen lang Schlagzeugunterricht; danach zeigten sich messbare Veränderungen im Kleinhirn und in den damit verbundenen Bereichen der Hirnrinde – den Regionen, die Bewegungen zeitlich abstimmen.

Was diese Studien nicht zeigen: dass Schlagzeug „schlauer macht“ oder Mathenoten verbessert. Solche Versprechen machen wir nicht. Sie zeigen, dass das Gehirn genau das lernt, was man übt – Timing und Koordination. Für uns heißt das: lieber fünfmal pro Woche zehn Minuten langsam und sauber als einmal eine Stunde schnell und schlampig.

Standorte und Preise

Schlagzeugunterricht gibt es an beiden Fretster-Standorten in München: im Süden in Obersendling (Hatzelweg 25, 81476 München) und im Nordwesten in Allach-Untermenzing (Gustav-Otto-Bogen 13, 80997 München), gut erreichbar aus Moosach, Pasing, Karlsfeld und Dachau.

Einzelunterricht im Monatsvertrag: 30 Minuten 105 €, 45 Minuten 149 €, 60 Minuten 185 € pro Monat. Ohne Bindung: 10er-Karte (30 Minuten 510 €, 45 Minuten 570 €, 60 Minuten 650 €). Sobald du drei, vier Grooves sicher hältst, kommen Bandprogramme und die Jam Station dazu – dort steht das Schlagzeug schon bereit.

Die Probestunde ist für Kinder und Jugendliche kostenlos, für Erwachsene kostet sie 20 €. Sticks und Gehörschutz bekommst du von uns. Danach entscheidest du – kein automatischer Vertrag.

Kostenlos üben zwischen den Stunden

Unsere eigenen Mini-Programme laufen im Browser, ohne Anmeldung und ohne Installation:

Drum-Studio — Grooves und Rudimente im Raster antippen, als Schlagzeugnoten hören, Handsatz R/L setzen und als PDF drucken.

Rhythm Blocks — Rhythmen aus Blöcken bauen, anhören und zum Metronom mitspielen – drei Stufen von Kindern bis Profis.

Metronom — Tempo, Taktarten und eine Übungs-Session mit Plan. Fürs Handy gebaut, ohne Anmeldung.

Und wenn du nicht mehr allein spielen willst:

Jam Station — Offene Session: mit anderen spielen, ohne festes Programm.

Band-Workshop — Songs gemeinsam proben – so lernt man zuhören, zählen und zusammen anfangen.

Alle Mini-Programme ansehen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter können Kinder Schlagzeug lernen?
Ab etwa 5 Jahren. Dann reichen Körpergröße und Konzentration meist aus, um an einem auf das Kind eingestellten Set eine strukturierte Stunde zu spielen. Ob es passt, sehen wir in der Probestunde – manche Fünfjährige sind so weit, manche Siebenjährige brauchen noch ein halbes Jahr.
Brauche ich ein eigenes Schlagzeug?
Für die Probestunde und die ersten Wochen nicht. Zum Start genügen Sticks, ein Übungspad und ein Metronom. Wer dabeibleibt, braucht nach einigen Monaten ein Set zu Hause – in einer Mietwohnung meistens E-Drums mit Kopfhörern. Wir beraten dich vor dem Kauf.
Ist Schlagzeug für eine Wohnung in München nicht zu laut?
Ein akustisches Set ja, ein E-Drum-Set in der Regel nein. Über Kopfhörer hört nur der Spieler den Klang; nach außen bleibt das Klopfen der Pads und der Trittschall des Fußpedals. Eine Matte oder ein kleines Podest unter dem Set dämpft den Trittschall deutlich. Und ein Gespräch mit den Nachbarn vorher wirkt manchmal mehr als jede Matte.
Muss ich Noten lesen können?
Nein, das lernst du unterwegs. Schlagzeugnoten zeigen nur, welche Trommel wann gespielt wird – keine Tonhöhen, keine Vorzeichen. Die meisten lesen nach wenigen Wochen einfache Grooves. Im Drum-Studio auf unserer Website kannst du Grooves antippen und siehst sofort, wie sie notiert aussehen.
Wie schnell kann ich in einer Band spielen?
Früher, als du denkst. Ein einfacher Rock-Beat, den du vier Minuten lang gleichmäßig durchhältst, trägt bereits eine Band – das ist nach einigen Monaten regelmäßigen Übens realistisch. Bei uns kannst du das in den Bandprogrammen und in der Jam Station ausprobieren.
Ich habe kein Rhythmusgefühl – hat Unterricht dann Sinn?
Gerade dann. Fast alle, die das von sich sagen, hatten bisher einfach keine Gelegenheit zu üben. Rhythmus ist trainierbar: mit Metronom, langsamem Tempo und Wiederholung. Erwachsene lernen dabei oft schneller als erwartet, weil sie gezielter üben als Kinder.